Freitag, 19. April 2019

Bratwurstsauce für Pasta

… Bratwurstsauce mag für das ein oder andere Ohr vielleicht etwas befremdlich klingen, obendrein schrillen vermutlich auch umgehend die Sündenfallalarmglocken! Letzteres jedoch ist kein Fehlalarm. Dieses Gericht ist kein Leichtgewicht.   ….aber lecker.....

1 Zwiebel feingehackt 

2 - 3 Knoblauchzehen feingehackt

1 Dose (400 g) stückige Tomaten

1 EL Tomatenmark

einen halben TL chinesisches 5-Gewürze-Pulver

Salz, Pfeffer

1 TL getrockneter Oregano

50 bis 100 ml Sahne

500 g frische Bratwurst vom Metzger Ihres Vertrauens

Olivenöl

Pasta - kurze Maccheroni oder Penne oder …..

Parmesan gerieben passt auch


Zubereitung: Das Bratwurstbrät aus der Pelle quälen und, so gut es in diesem Zustand geht, zerkrümeln.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und den Knofel darin bei nicht allzu starker Hitze goldgelb andünsten. Das Wurstbrät hinzufügen und ca. 10 Minuten brutzeln, bis das Fleisch leicht gebräunt ist. Dabei alles ständig rühren und das Fleisch mit dem Pfannenwender stets weiter zerkleinern, bis es gleichmäßig bröselig ist.
Die Tomaten zugeben, alles gut durchrühren. Den Herd ausschalten und alles mehrere Stunden durchziehen lassen, damit das Wurstbrät seine Würze abgibt. 
Danach wieder bei milder Hitze die Sauce  erhitzen. Wenn das Wurstbrät nicht zuviel Fett abgeliefert hat, nicht können etwa 100 ml Sahne oder auch mehr hinzugegeben werden. Ansonsten entsprechend weniger.
Das 5-Gewürze-Pulver, den Oregano und ggfs. noch etwas Salz zugeben.

Die Pasta nach Anleitung kochen.

Ein gewiefter Italiener kalkuliert etwa 125g rohe Pasta pro Nase. Die Sauce reicht meines Erachtens für zwei recht gute Esser, drei Wenigeresser, und vier Spatzenesser. 





Partyhuhn

… ein kleines Leckerbisschen für die nächste Sause


250 g Magerquark

1 Handvoll glatte Petersilie nicht zu fein gehackt

1 Handvoll Schnittlauch nicht zu klein geschnitten

1 dicke Knoblauchzehe zerdrückt

Salz

1 EL Olivenöl

ein paar Tropfen Essig


2 große Hühnchenbrustfilets je ca 250 g

Parmesankäse gehobelt

100 g Tiroler Speck in nicht zu dünnen Scheiben

Olivenöl

alter Balsamico


Zubereitung: Die Speckscheiben auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech legen und im Backofen bei 90 Grad C ca. 80 bis 90 Minuten trocknen lassen.

Währenddessen das Hühnchenfleisch von allen Seite leicht mit Salz und Pfeffer würzen und in heißem Olivenöl behutsam durchbraten. Es sollte dabei nicht zu braun werden.

Den Quark mit den Kräutern, Knoblauch, Olivenöl und Essigtropfen und etwas Salz verrühren.

Zum Anrichten einen EL  Quark auf einen kleinen Teller oder ein flaches Schälchen geben.
Die gegarten Hühnerbrüstchen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und adäquat auf dem Quark positionieren. Etwas Balsamico darüber träufeln.
Zum Schluß die Speckscheiben in die passende Größe brechen und zusammen mit zwei bis drei Parmesanspänen und einem Petersilienblättchen, schick auf dem Fleisch arrangieren.

Dieses Gericht eignet sich auch als Häppchen auf einem schönen Esslöffel. Die Größe der einzelnen Komponenten muss dann entsprechend angepasst werden.





Gebratene Pilze mit Kartoffelpü

1 kg Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden

500 g Pastinaken schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden

1 Bd. glatte Petersilie gewaschen und trockengeschüttel

300 g braune Champignons geputzt

300 g Kräuterseitlinge geputzt

2 El Apfelbalsamessig

1 TL Honig

Salz, Pfeffer

frisch geriebene Muskatnuss

Olivenöl

Sahne, oder ein Gemisch aus Milch und Olivenöl



Zubereitung: Für das Pü die Kartoffeln und Pastinaken in kochendem Salzwasser ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze weich garen.

Die Pilze putzen und in einhalb cm dicke Scheiben schneiden.  1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze darin unter Rühren schön braun braten. Mit dem Essig ablöschen und mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken.

Das Gemüse abgießen und etwas Kochwasser dabei im Topf zurückbehalten. Die Olivenöl-Milch-Mischung oder Sahne dazugeben. Mit Muskat, Pfeffer und evtl. noch etwas Salz würzen und zu einem nicht zu feinen Püree zerstampfen.

Das Kartoffelpü mit den Pilzen auf die Teller drapieren und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Pro Portion bei 4 Nasen kommen 350 bis 400 kcal zusammen.




Samstag, 6. April 2019

Ratsherrenfrühstück

Als ich noch ein kleines Mädchen war, bereitete meine Mutter fast jeden Sonntagabend für meinen Vater, der ein Ratsherr war, dieses Gericht. Warum es "Frühstück" genannt und abends serviert wurde ist nicht überliefert.

Zutaten:

1 Zwiebel fein gehackt

500 g braune Champignons geputzt und in Scheiben geschnitten

75 g magerer Schinken gewürfelt

3 - 4 Eier

50ml Milch

Salz, Pfeffer

feine Schnittlauchröllchen oder gehackte Petersilie

1 - 2 EL Olivenöl


Zubereitung:
Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Zwiebeln und die Pilze hinein geben und ganz leicht salzen und pfeffern. Die Pilze solange braten bis keine Flüssigkeit mehr austritt und sie braun werden.
Den Schinken dazu geben und kurz mitbraten.
Die Eier mit der Milch verquirlen. Ebenfalls nur ganz leicht wenn überhaupt salzen, um den hinterhältigen Schinken auszutricksen, der ja selten vorher bekannt gibt, wieviel Salz er noch in die Speise zu hauen gedenkt. Mit dem Pfeffer großzügiger verfahren und den Schnittlauch oder die Petersilie einrühren.
Die Eiermischung nun über die Pilze in der Pfanne gießen und durch rütteln der Pfanne alles gleichmäßig verteilen. Das Ganze bei milder Hitze und aufgelegtem Deckel solange ziehen lassen, bis die Masse komplett gestockt ist.

Auf einen Teller gleiten lassen und ggfs. noch Schnittlauch oder Petersilie zur Deko drüberkrümeln.

Ein stattlicher Ratsherr nimmt in Kauf ggfs. zu platzen und verdrückt das Ding ganz allein. Die Portion bringt es auf etwa 700 kcal.




Grünes Pilau Vegetarisch

2 Packungen a 220 g Naturreis-Quinoa Mischung vom freundlichen Onkel aus America

1 Zwiebel fein gehackt

1 Knoblauchzehe zerdrückt

1 kleine grüne Chilischote entkernt und fein gewürfelt

1 große Karotte gestiftelt

200 g Blattspinat frisch und längere Stängel entfernt (TK geht auch...)

1 Kapsel Safran

etwas Zimtpulver, etwa ein viertel TL

ca. 100 ml Gemüsebrühe oder Gemüsefond

2 - 3 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

fein gehackte Korianderblätter nach Geschmack.


Zubereitung:
Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebel darin glasig dünsten. Der zerdrückten Knoblauch dazu geben und kurz mitdünsten. Mit Gemüsefond ablöschen.
Den Reis aus der Verpackung pfriemeln und zu den Zwiebeln geben. Die zerkleinerte Chilischote und die Karotten zufügen, die Gewürze ebenso. ( Keine Angst vor der Verwendung von Zimt. Obwohl sich sein Aroma ja gerne in den Vordergrund drängelt, verleiht er - wohldosiert - diesem Gericht einen ausgezeichneten Geschmack! )
Bei milder Hitze 5 Minuten ganz leicht köcheln lassen.
Nun den Spinat einarbeiten und etwa weitere 3 Minuten köcheln. Wenn gewünscht den Koriander drüberstreuen. Alles gut durcheinanderwuseln und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zu guter Letzt die Pistazien drüberstreuen. Guten Appetit!

Die Menge reicht für 4 Personen und liefert ca. 350 kcal pro Nase.



Sonntag, 17. März 2019

Linsen-Pilz-Eintopf

Linsen und (Stein-)Pilze vertragen sich geschmacklich sehr gut.
Außerdem sollen Pilze einen Wirkstoff enthalten, der Demenz ausbremst - habe ich kürzlich gelesen.
Aber nicht nur deshalb verwende ich gerne Pilze in vielen meiner Gerichte, denn sie sind aromatisch, haben sowohl wenig Kalorien als auch Kohlenhydrate und die Optik heben sie obendrein.

Hat jemand von Ihnen eigentlich schon einmal einen dieser Eimer mit Pilz-Kulturen ausprobiert, die neuerdings hier und da angeboten werden? Dann berichten Sie doch bitte kurz im Kommentarteil über Ihre Erfahrung damit. Ich würde mich freuen!



1 Zwiebel nicht zu fein gehackt

300 g Champignons, geputzt, geviertelt oder in Scheiben

10 g getrocknete Steinpilze

120 g milde magere Schinkenwürfel

200 g Knollensellerie gewürfelt

250 g Karotten frisch in Scheiben, oder TK

2  400 g Dosen braune Linsen ohne Zusätze (gibt es in jedem halbwegs vernünftig sortierten Supermarkt)

400 ml Geflügel- oder Gemüsefond

2-3 EL Öl zum Braten

Salz, Pfeffer, Petersilie fein gehackt, evtl. 1 EL Senf, ein TL Honig und ein Spritzerchen Weinessig


Zubereitung: Die getrockneten Steinpilze in 150 ml kochendem Wasser ca. 30 Minuten einweichen. Anschließend gut ausdrücken und fein hacken. Die Einweichflüssigkeit aufheben.

Die Zwiebeln mit den Champignons im heißen Öl anbraten, ein wenig salzen und pfeffern. Den Schinken dazugeben und ein paar Minuten weiterschmurgeln, bis die Pilze ihr gespeichertes Wasser herausrücken.
Den Fond angießen. Den Sellerie, die Karotten, die Steinpilze und das Einweichwasser hinzufügen. Das Ganze 10 - 15 Minuten köcheln lassen, bis der Sellerie und die Karotten bissfest oder auch weich sind - je nach Geschmack.
Die abgetropften und abgespülten Linsen dazugeben und gut durchrühren.
Im Idealfall ist der Eintopf jetzt geschmacklich nicht mehr zu verbessern.
Ansonsten zunächst noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Falls es dann immer noch am berühmten ETWAS mangelt, kann man es gut mit o. a. Senf, Honig und Essig herbeizaubern.
Und - wie Sie sicherlich wissen - haben Eintöpfe dieser Art ja die Eigenschaft besser zu werden, wenn sie einen Tag lang vor sich hin ziehen dürfen.

Für Vegetarier sei empfohlen den Schinken durch Tofu auszutauschen. Diesen dann schön braun anbraten.  … und natürlich Gemüsefond verwenden. Da die Würze des Schinkens dann fehlt, einfach etwas großzügiger Salz, Pfeffer etc. zum Einsatz bringen.

Ergibt 4 Portionen, bei ca. 300 kcal pro Nase









Huhn nach chinesicher Art

500 g Hähnchenbrustfilet möglichst Bio-Qualität

1 Stückchen frische Ingwerwurzel fein geschnitten

1 kleine Zwiebel fein gehackt

etwa 20 g Orangeat etwas zerlegt

2 EL Sojasoße dunkel

2 El Cognac oder Weinbrand

Eineinhalb TL Rohrohrzucker

Eineinhalb TL Speisestärke

1-2 EL Weinessig

2 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer, Chiliflocken oder ein kleine rote Chilischote fein gehackt

evtl. Geflügelfond



Zubereitung: Das Hähnchenfleisch in ca. 2 cm große Würfel schneiden.
Den Rohrohrzucker mit der Speisestärke gut vermischen und die Sojasoße und den Cognac hinzufügen. So lange verrühren, bis sich der Zucker und die Speisestärke gelöst haben.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln und das Fleisch darin geduldig bei milder Hitze nicht allzu braun anbraten.
Ingwer, Chiliflocken und das Sojasoßengedöns dazugeben und schnell verrühren.
Das Orangeat hinzufügen und durchrühren.
Falls alles zu schnell eindickt, bzw. bevor es anbrennt ein Glas Geflügelfond bereit halten und sukzessiv
soviel davon einrühren, bis die Soße die richtige Konsistenz hat.

Ggfs. noch mit etwas Salz, Pfeffer und einem Schuss Weinessig abschmecken.

Mit Reis und einem frischen Gurken- oder Tomatensalat reicht es für 2 - 3 Portionen.

Bei zwei Portionen schlägt allein das Fleisch mit ca. 400 kcal. zu Buche.